inValid


Die Unvollkommenheit als Quelle der Kreativität

Im Design wird das Fehlerhafte und Dysfunktionale normalerweise vermieden. Ein gestaltetes Objekt muss vollständig und perfekt ausgereift sein. Die Unvollkommenheit ist jedoch eine Quelle der Kreativität. Abweichungen von der Norm, die vermeintlich als Beeinträchtigung oder Defizit empfunden werden, entwickeln sich oftmals zu neuen Fähigkeiten. Wir fügten Objekten Beeinträchtigungen zu, die ihre Eigenschaften beeinflussten.

Übertragung von körperlichen Beeinträchtigungen auf Objekte

Der Invaliditätsbegriff diente als Gestaltungs­strategie zur Veränderung gewohnter, oder zur Erschaffung gänzlich neuer Funktionen. Der Entwurfsansatz beschäftigt sich nicht mit der Heilung oder Pflege »invalider« beziehungsweise fehlerhafter Dinge, sondern mit der Umwertung der Störung in etwas Positives. Die in diesem Projekt entstandene Produktreihe beinhaltet die ­Akzeptanz und Anerkennung des Unvollkommenen.Entstanden ist eine Reihe von Möbeln und Objekten, deren Gestaltung auf oben genannten Gedanken und Prinzipien beruht.

inValid


Eine Dokumentation, die die Sinne des Lesers herausfordert

Die Dokumentation zum Projekt „inValid“ wurde passend zum Thema gestaltet. Einige Seiten weisen Irritationen und Einschränkungen auf, die den Leser herausfordern all seine Sinne aufmerksam zu nutzen.

Überlagerte Illustrationen irritieren das Auge, wodurch das Gefühl entsteht nicht klar sehen zu können. Einige Seiten sind verschoben oder schräg eingesetzt, als würden sie hinken. Auf anderen Seiten wird der Leser mit deformiertem Text konfrontiert, die an verschiedene Krankheitsbilder erinnern. Der Text eines Interviews mit einer, durch einen Schlaganfall halbseitig gelähmten Frau spiegelt beispielsweise diese körperliche Einschränkung durch Farbgebung und Versatz wieder.

Zugehörige Projekte: